
Hoher Fricken – über die Kuhfluchtwasserfälle
Entdecke eine der spektakulärsten Wanderungen im Estergebirge. Diese Tour führt dich vorbei an den tosenden Kuhfluchtwasserfällen hinauf zum aussichtsreichen Gipfel des Hohen Fricken mit Blick auf das Zugspitzmassiv.
SCHWIERIGKEIT
Anspruchsvoll (T3)
Garmisch-Partenkirchen / Estergebirge
REGION
Der Routenverlauf
Los geht es in Farchant zunächst ziemlich gemütlich. Der Weg führt in Richtung Kuhfluchtwasserfälle – und die sind allein schon einen Ausflug wert.
Über mehrere Stufen stürzt das Wasser hier insgesamt rund 270 Meter in die Tiefe. Bis hierher ist man noch auf einem beliebten Ausflugsweg unterwegs.
Wer auf den Hohen Fricken möchte, sollte sich davon allerdings nicht täuschen lassen.
Denn danach fängt die eigentliche Bergtour erst an. 😉
Nach den Wasserfällen wird aus dem Spaziergang ziemlich schnell ein Bergsteig. Der Weg zieht teilweise ordentlich steil durch den Wald nach oben.
Technisch fand ich die Tour nicht außergewöhnlich schwierig. Kondition sollte man allerdings mitbringen, denn der Anstieg ist lang und die Höhenmeter wollen schließlich irgendwie auf den Berg gebracht werden.
Weiter oben wird der Wald lichter, es geht durch Latschen und schließlich hinauf auf den breiten Gipfelbereich des Hohen Fricken.
Und spätestens dort weiß man wieder, warum man sich das angetan hat.
Vom Gipfel hat man einen großartigen Blick auf das Wettersteingebirge mit Alpspitze und Zugspitze. Auch Richtung Estergebirge öffnet sich ein wunderschönes Panorama.
Für mich definitiv ein Gipfel für eine ausgiebige Brotzeit.
Schon allein deshalb, weil man sie bis hierher selbst hochgetragen hat. 😄
Für den Rückweg bietet sich eine schöne Rundtour über die Südseite Richtung Esterbergalm an.
Und hier wartet nach all den Höhenmetern auch endlich die verdiente Einkehr. Die Esterbergalm lässt sich wunderbar in die Tour einbauen und ist für mich sowieso die deutlich schönere Variante, als einfach auf demselben Weg wieder abzusteigen.
Von der Alm geht es anschließend zurück hinunter nach Farchant.
Trotz Einkehr sollte man den Abstieg nicht unterschätzen. Nach so vielen Höhenmetern bergauf kommen schließlich auch noch ziemlich viele bergab – und irgendwann melden sich die Knie dann doch. 😉
Mein Tipp:
Nimm trotz der Einkehrmöglichkeit ausreichend Wasser und eine kleine Brotzeit mit. Bis zur Esterbergalm bist du schließlich schon einige Stunden unterwegs.
Gute Bergschuhe, Trittsicherheit und eine vernünftige Grundkondition gehören für mich ebenfalls dazu. Bei Nässe würde ich den steilen Anstieg über die Kuhflucht eher meiden.
Mein Fazit: Der Hohe Fricken ist kein spektakulärer Modeberg – und vielleicht gefällt er mir gerade deshalb so gut. Eine ehrliche, konditionell fordernde Bergtour mit Wasserfällen, viel Natur, einem richtig schönen Gipfelpanorama – und einer verdienten Einkehr zum Schluss.
Wer Höhenmeter mag, dürfte hier ziemlich glücklich werden. Und wer sie nicht mag … nun ja. Der Fricken wird dich nicht umstimmen. 😅





